Wir und das Tier. Ein Schlachthaus-Melodram.
"Nachtschicht"-EXTRA-Dokumentarfilm.
Filmabend mit Gästen. Donnerstag 18. Juni 26 19 Uhr.
Tiere lieben und Tiere töten, passt das zusammen? Was bedeutet der Akt des Schlachtens für die schlachtenden Menschen? Was macht es mit uns, wenn wir Tiere töten?
Wir begrüssen den Regisseur des Films David Spaeth und "Nachtschicht"-Pfarrer Ralf Vogel (Andreaskirche Obertürkheim). Die Dokumentation war 2025 nominiert für den Grimme-Filmpreis. Mit anschliessendem Publikumsgespräch und Imbiss in der Andreaskirche Obertürkheim.
David Spaeth ist in Stuttgart aufgewachsen und lebt heute als Filmschaffender in München. Dem Ländle ist er aber weiter eng verbunden und doziert an der Filmakademie Baden-Württemberg.
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Der fleischessende Mensch entfernt sich immer weiter vom Schlachtprozess. Der Film geht zu denen, die am Anfang der Kette stehen und den Tatsachen ins Auge sehen, zu denjenigen, die das Töten übernehmen. Was verdrängen, was fühlen, wovon träumen sie? Wie gehen sie damit um? Die schlachtenden Hauptpersonen des Films erzählen ohne Scham, fernab aller Klischees und verblüffend offen von ihrem Tun. Was zunächst tatsächlich makaber scheint, wird bald vor allem ehrlich und intensiv, und umkreist ein tiefes Dilemma: Tiere lieben und zugleich essen, Tod hassen, aber Salami lieben. Kann das zusammen gehen? Dieser Frage geht Regisseur David Spaeth auf den Grund. Was macht es mit den Menschen, wenn sie Tiere töten? Dabei spart sich der Film den erhobenen Zeigefinger und schockierende Darstellung von Gewalt. Und regt gerade so zum Nachdenken über existentielle Themen an.